Die meisten in den Rezepten benötigten Zutaten gehören zum täglichen
Küchenbedarf.
Dennoch werden diese Dinge für die Bäckerei manchmal anders behandelt
und
gebraucht als gewöhnlich, weshalb viele von ihnen in der folgenden
Aufstellung
ebenfalls erwähnt sind. Selbstverständlich werden aber vor allem
jene Substanzen
besprochen, die man vorwiegend oder ausschließlich für das Backen
benötigt wird.
Damit Sie beim Einkaufen und beim Umgang mit allen Backzutaten wissen, worauf
es ankommt, hier folgende Übersicht:
ANGELIKA-ENGELWURZ
Die getrockneten und kandierten Stängel der Angelikapflanze, von leicht
bitterem aromatischem Geschmack. Sie werden hauptsächlich zum Verzieren
feiner Kuchen
und Torten verwendet.
ANIS
Gewürz aus der Frucht einer Mittelmeerpflanze. Dieses wundervolle Backgewürz
ist
reich an ätherischen Ölen. Man kann Anis ganz kaufen, zerquetscht
und pulverisiert.
Das besondere Aroma verflüchtigt sich schnell. Deshalb sollte man Anis
nie in
größeren Mengen, vor allem nicht zerkleinert, vorrätig gehalten
werden. Am besten
ganzen Anis kurz vor dem Verwenden selbst zerkleinern. Wird ein Gebäck
mit Anis
gewürzt, sollten andere Gewürze wegbleiben, da der Geschmack von
Anis stark ist
und sich kaum mit anderen Gewürzen verträgt.
ARRAK
Branntwein aus Reis. Für das Gebäck ist Arrak ein geschätztes
Aroma, sollte aber
stets sparsam verwendet werden. Gut schmeckt Zuckerglasur mit Arrak angerührt.
AUSZUGSMEHL
Feines, Kleiefreies Mehl, der Type 405, Rohstoff aus dem Weizenkern mit
wenig
Schalenanteilen.
BACKAROMEN-BACKESSENZEN
Auszüge aus verschiedenen Grundsubstanzen in Öl zum Aromatisieren
von Gebäck,
oft aus künstlichen Geschmacks - und Geruchstoffen hergestellt. Backaromen
sollten
Sie nur verwenden, wenn natürliche Aromastoffe nicht zur Verfügung
stehen und dann
nur in kleinen Dosen - immer nur wenige Tropfen verwenden - da sie sonst
leicht den
Eigengeschmack eines Gebäcks überdecken und damit verderben.
Backaromen werden in kleinen Fläschchen angeboten, deren Inhalt für
eine Menge
von 500 g Mehl bestimmt ist; feiner schmeckt aber jedes Gebäck, wenn
man nur die
Hälfte oder ein Viertel der Menge verwendet.
Backaromen gibt es mit Rum - Arrak - Zitronen - Vanille - und Buttermandelgeschmack.
BACKOBLATEN
Papierdünnes weißes Dauergebäck aus Mehl oder Speisestärke,
als Unterlage für
Makronen, Lebkuchen und Konfekt. Backoblaten gibt es rund und viereckig
in
verschiedenen Größen zu kaufen.
BACKPULVER
Ein Triebmittel, vorwiegend aus Natriumcarbonat bestehend, das in kleinen
Tüten,
meist in einer Menge für 500 g Mehl ausreichend, angeboten wird. Trotz
der Angaben
auf den Tüten empfiehlt sich, die jeweilige Dosierung in den Rezepten
genau
einzuhalten. Backpulver im Päckchen steht's kühl und trocken aufbewahren.
Beim
Zubereiten des Teiges das Backpulver mit dem Mehl mischen, gemeinsam sieben
und dieses Gemisch erst kurz vor dem Backen unter die anderen Zutaten rühren
oder
kneten.
BELEGFRÜCHTE
Früchte,die mit Dickzucker behandelt wurden und vor allem zum Verzieren
und
Belegen von feinem Gebäck verwendet werden, aber auch kleingehackt
Bestandteil
von Füllungen sein können.
BELEGKIRSCHEN
Siehe Belegfrüchte; Belegkirschen werden in gelber, grüner oder
roter Farbe
angeboten.
BISKUITBRÖSEL
Zerbröselter Biskuit (Löffelbiskuit), als ideales Isoliermittel
zwischen Teig und
Fruchtbelag oder Fruchtfüllungen oder als Zusatz für Füllungen
und Teige.
BITTERE MANDELN
Mandeln mit bitterem Geschmack, die nicht am gleichen Baum wie süße
Mandeln
wachsen. Sie enthalten giftige Blausäure und dürfen deshalb nur
in kleinsten Mengen
als Aroma verwendet werden. Bis zu 30 g gemahlene bittere Mandeln auf 500
g Mehl
sind jedoch völlig unbedenklich und als würzige Zutat für
spezielle Gebäckarten wie
beispielsweise Weihnachtsstollen geschmacklich angenehm. Bittere Mandeln
stets
für Kinder unerreichbar aufbewahren.
BITTERMANDELÖL
Backaroma aus ätherischem Öl von der bitteren Mandel: wird aber
auch aus
Aprikosen - oder Pfirsichkernen gewonnen. Bittermandelöl enthält
ebenfalls
etwas Blausäure und muß deshalb sparsam dosiert werden.
BLATTGELATINE
Siehe Gelatine
BLOCKSCHOKOLADE
Einfache und preiswerte Schokolade in dicken Blöcken mit unterschiedlich
hohen
Kakaoanteilen; wird gerieben oder im Wasserbad geschmolzen als Zutat für
verschiedene Teige verwendet. Blockschokolade ist nicht das selbe wie Kuvertüre
oder Schokoladenfettglasur.
BUTTER
Sie ist das ideale Backfett für sämtliche feine Backwaren. Zum
Backen eignet sich
auch ohne weiteres Kühlhausbutter oder Butter, die Sie selbst eingefroren
haben.
Nur ranzige Butter darf zum Backen nicht verwendet werden, da sich der Geschmack
dem Gebäck mitteilt. Statt Butter kann aber auch Butterschmalz und
vor allem
Margarine verwendet werden (von Butterschmalz stets 15 % weniger verwenden,
als die Rezept angegebene Fettmenge).
BUTTERMILCH
Für jedes Rezept, zu dem Milch benötigt wird, kann auch Buttermilch
genommen
werden.
CASHEWKERNE
Samen des Cashew - Apfels, Frucht eines exotischen Baumes. Die geschält
angebotenen Kerne sind mandelähnlich im Geschmack und können wie
Mandeln
vor allem zum Backen, Belegen und Verzieren verwendet werden.
DOSENMILCH
Sie kann beim Backen als Ersatz für frische Milch dienen. Dosenmilch
sollte aber
stets auf einen Fettgehalt von 5 % verdünnt werden (bei Dosenmilch
mit einem
Fettgehalt von 10 % also die doppelte Menge Wasser zugeben). Für Cremes
und
Puddings ist Dosenmilch aus geschmacklichen Gründen aber nicht zu empfehlen.
EIER
Grundsätzlich sind in den Rezepten Hühnereier gemeint.
Die Rezepte beziehen sich alle auf mittelgroße Eier mit einem Gewicht
von 60 - 65 g.
Werden kleinere oder größere Eier verwendet, so muß das
unterschiedliche Gewicht
ausgeglichen werden.
Am einfachsten wiegen Sie dafür die Eier mit der Schale. Werden mehrere
Eier für
einen Teig oder eine Creme benötigt, so schlagen Sie die Eier am
besten einzeln
nacheinander in eine Tasse ,um den Geruch zu prüfen und schlechte
Eier
ausscheiden zu können, ehe die ganze Masse durch ein verdorbenes
Ei ruiniert
würde.
Zum Tennen von Eiern in Eiweiße und Eigelbe möglichst frische
Eier verwenden, da
bei älteren Eiern leicht etwas Eigelb in das Eiweiß gelangen
kann und kein steifer
Eischnee mehr gelingt.
Zum Steifschlagen von Eiweiß ein hohes, völlig sauberes und
vor allem fetfreies
Gefäß verwenden (Aluminiumgefäße machen Eischnee
grau). Auch der
Schneebesen oder die Rührbesen der Küchenmaschine müssen
fettfrei sein.
Das Eiweiß zu Schnee schlagen, in den bereits steifen Schnee langsam
den Zucker
einrieseln lassen und einige Minuten weiterschlagen, bis sich der Zucker
aufgelöst
hat. Eischnee ist steif genug und für den Kuchen richtig, wenn ein
Messerschnitt auf
der Oberfläche einige Minuten deutlich sichtbar bleibt oder wenn
eine mit dem
Rührbesen spitz nach oben gezogene Haube senkrecht stehen bleibt.
FARINZUCKER
Brauner Zucker, leicht karamelisiert, aus Zuckerablaufsirup hergestellt.
FETT
Butter und Margarine sind die idealen Fette zum Kuchenbacken. Reines
Pflanzenfett ist zum Ausbacken bzw. zum Fritieren geeignet, Schmalz und
Öl
mit Eigengeschmack vor allem für spezielles Gebäck.
FONDANTMASSE
Grund - Zuckerglasur, die durch Erwärmen bis maximal 40° und
durch Verdünnen
mit Eiweiß streichfähig wird. Fondantglasur gibt Torten und
Törtchen, vor allem
Petits fours, einen besonderen festlichen Charakter.
Fondantmasse ist im Fachhandel und in Konditoren erhältlich.
FRITIERFETT - AUSBACKFETT
Zum Fritieren oder Ausbacken eignet sich nur reines Pflanzenfett wie Öl,
Palmin
und Biskin.
Diese Fette sind frei von Wasser, Eiweißstoffen und anderen Spuren
und vertragen
deshalb Temperaturen bis zu 220° ,ohne zu rauchen oder zu verbrennen.
Die Temperatur beim Ausbacken oder Fritieren liegt je nach Form des Gebäcks
zwischen 165° und 190°.
Nach dem Gebrauch muß das erhitzte Fett abkühlen und durch
ein Filterpapier oder
Filtertüchlein laufen, um Röstrückstände zu entfernen.
Fritierfett sollte nicht öfter als
drei - bis fünf - mal zum Fritieren verwendet werden; anschließend
können mit dem
Fett noch Fleisch und Kartoffeln gebraten werden.
GELATINE
Ein Gelierstoff in Blattform oder pulverisiert, jeweils farblos oder rot
erhältlich.
Die Blattgelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen, nach etwa 10
Minuten gut
ausdrücken und in heißer, aber niemals kochender Flüssigkeit
auflösen. Ist für das
jeweilige Rezept nicht ohnehin heiße Flüssigkeit angegeben,
so lösen Sie die
Gelantine am besten im heißen Wasserbad auf.
Gemahlene Gelatine in 2 - 3 Eßlöffel Wasser einweichen und
darin bei milder Hitze
auf dem Herd unter ständigem Rühren auflösen.
GEWÜRZNELKEN
Gewürznelken werden als ganze Knospen oder gemahlen angeboten. Pulverisiert
büßen Nelken ihre aromatische Intensität rascher ein als
ganze Knospen. Deshalb stets nur kleine Mengen vorrätig halten.
Gemahlene Gewürznelken gehören in Lebkuchenteige, in bestimmte
Spezialitäten
und schmecken zu Pflaumenkuchen. Gemahlene Nelken stets sparsam dosieren.
GRAHAM - MEHL
Weizenschrotmehl. Die Bezeichnung >Graham< in Verbindung mit Brot
und Brötchen
ist eigentlich nur dann richtig, wenn es sich um Gebäck handelt,
das nach einem
Rezept des amerikanischen Arztes Graham zubereitet wurde.
HAGELZUCKER
Besonders groß kristallisierter Zucker zum Verzieren und Bestreuen
von Gebäck.
HASELNÜSSE
Sollen Haselnüsse geschält werden, so schüttet man sie
auf ein Backblech uns
röstet sie bei etwa 200°.
Sobald die dünne braune Haut platzt, die Haselnüsse wieder aus
dem Ofen
nehmen, etwas abkühlen lassen und zwischen den Händen reiben,
dabei löst
sich die Haut fast von selbst.
Für Kuchenteig werden die Haselnüsse allerdings gerne mit der
dünnen braunen
Haut gemahlen, da sie so geschmacksintensiver sind. Haselnüsse sind
auch
gehackt und gehobelt im Handel.
Wenn Sie Haselnüsse selbst mahlen, so möglichst in der Mandelmühle,
da sie
mit dem Schlagmesser des Mixers zu ölig werden.
HEFE
Ein Triebmittel, das möglichst frisch verwendet werden soll. Doppelt
in Alufolie eingeschlagen, hält sich Hefe im Butterfach des Kühlschranks
einige Tage.
Eingetrocknete, überlagerte Hefe verliert ihre Triebkraft.
Trockenhefe im Beutel ist so lange haltbar, wie auf dem Päckchen
angegeben.
Für Trockenhefe stets die Anweisung auf dem Beutel beachten.
HIRSCHHORNSALZ
Lockerungs - und Triebmittel für schwere Teigarten, das vor allem
für bestimmte
Spezialitäten verwendet wird.
Hirschhornsalz stets gut verschlossen aufbewahren, da es sich zersetzt,
wenn es
längere Zeit mit Luftsauerstoff in Berührung kommt.
INGWER
Gewürz aus der getrockneten Wurzel der Ingwerpflanze, ganz oder gemahlen
im
Handel oder kandiert in Sirup eingelegt als Ingwer- >Pflaume>. Ingwer
ist sehr
geschmacksintensiv und sollte stets sparsam dosiert werden. Ingwerpulver
wird vor
allem dem Teig zugegeben. Kandierter Ingwer ist beliebt als aromatisches
Dekor,
aber auch kleingewiegt als Bestandteil von Teigen. Ingwer wird vor allem
für die
Weihnachtsbäckerei und für die berühmten Englischen Ingwerkuchen
verwendet.
INSTANT-KAFFEE
Sofort löslicher Pulverkaffee, der nach einen bestimmten Verfahren
hergestellt wird.
Instand - Kaffee ist sehr geschmacksintensiv. Die Mengenangaben für
Pulverkaffee
in den Rezepten stets genau beachten, da ein Zuviel die geschmackliche
Qualität
das Gebäck gefährdet.
INSTANT-MEHL
Besonders feines Mehl, das sich in Flüssigkeit leicht löst,
nicht klumpt, nicht staubt
und leicht rieselt. Die hauptsächliche Bedeutung von Instand-Mehl
liegt auf dem
Gebiet des Kochens (binden von Saucen und Suppen).
KÄSE
Für Käsegebäck wird in erster Linie geriebener Hartkäse
wie Emmentaler Käse,
Chesterkäse oder Parmesankäse verwendet. Für Käsefüllungen
- süß oder herzhaft -
eignet sich hervorragend auch Rahm - Frischkäse, den man gut mit
allen möglichen
Geschmackszutaten mischen kann.
KAFFEE
Als Würzzutat für Backteig, für Glasuren und Füllungen
wird entweder gefilterter
starker Kaffee verwendet oder leicht lösliche und stark aromatische
Instand-Kaffee.
Kaffee als Aromazusatz niemals überdosieren!
Kandierte Früchte
Mit dicker Zuckerlösung getränktes und anschließend getrocknetes
Obst wie
Kirschen, Ananasscheiben, Orangenacheiben oder Pflanzenteile wie Angelika-
stängel, Veilchenblüten, Wurzeln wie Ingwer oder Schalen wie
Zitronat und
Orangenat; für die Bäckerei werden jedoch vielfach auch Belegfrüchte
verwendet,
die nicht kandiert sind, sondern nur mit Dickzucker behandelt wurden und
deshalb
weicher sind.
KANEEL
Stangenzimt - Zimtstangen, siehe Zimt.
KAKAOPULVER
Das pulverisierte Produkt, das beim Auspressen der Kakaomasse anfällt.
Wird Kakaopulver für Schokoladengebäck verwendet, so gibt man
zum Kakao stets
noch etwas Zucker, damit kein bitterer Geschmack entsteht. Größere
Mengen
Kakaopulver sollte man am besten in den Teig sieben, damit sich keine
Klümpchen
bilden können.
KARTOFFELMEHL
Speisestärke aus Kartoffeln gewonnen.
KOKOSRASPEL-KOKOSFLOCKEN
Das feingeraspelte Fruchtfleisch von Kokosnüssen.
Wegen ihres hohen Fettgehalts sind Kokosraspel nur begrenzt lagerfähig.
Sie werden in geschlossenen Beutel abgepackt angeboten. Geöffnete
Packungen sollten rasch verbraucht werden.
Kokosraspel vor dem Verwenden zwischen den Händen reiben,damit sich
feinste Klümpchen auflösen.
Geschmacklich beste Qualität haben selbstgeraspelte frische Kokosnüsse.
KORIANDER
Gewürz aus getrockneten Spaltfrüchten, ganz oder gemahlen im
Handel. Eine kleine Prise gemahlener Koriander paßt gut zu Apfelkuchen
und als Gewürz zu Lebkuchen.
Grobgestoßener Koriander gibt der Brotkruste eine besondere Würze.
KORINTHEN
Kleine, luftgetrocknete, kernlose dunkle Weintrauben, vor allem aus grieschichen
Anbaugebieten.
Sie finden für Napfkuchen, ähnlich wie Rosinen, Verwendung.
Korinthen müssen stets in heißem Wasser gewaschen,gut abgetropft
und wieder trockengerieben werden.
KROKANTSTREUSEL
Aus Krokantmasse hergestellte Streusel, in Päckchen oder Beutel zu
kaufen, zum Bestreuen oder Verzieren vom Gebäck.
KARDAMON
Scharfes Gewürz, das vor allem für die Weihnachtbäckerei
verwendet wird. Mit Kardamon sollte man hin und wieder auch Hefegebäck
oder Plundergebäck würzen.
KUVERTÜRE
Ein Überzug aus reiner Schokolade von unterschiedlichen Buttergehalt,
also in den Geschmacksnuancen Milchschokolade, halbbittere und bittere
Schokolade und
weiße Schokolade erhältlich. Kuvertüre eignet sich aber
nicht nur zum Überziehen
von Gebäck, sondern ist auch hervorragend als Teig- und Cremezusatz
geeignet.
LEBENSMITTELFARBEN-SPEISEFARBEN
Vom Lebensmittelgesetz zugelassene, also unschädliche Substanzen
zum Färben
von Lebensmitteln.
Lebensmittelfarben gibt es in Blau, Gelb, Grün, Orange, Rot und Schwarz.
Sie sind
in Fläschchen oder Tuben erhältlich und sollten stets sparsam
dosiert werden. Höchstmengen nach Vorschrift auf dem jeweiligen Etikett.
LEBKUCHENGEWÜRZ
Speziell für Lebkuchen, Honigkuchen und Weihnachtsgebäck abgestimmte
fertige Gewürzmischung, in Päckchen im Handel.
LIEBESPERLEN
Bunte, kleine Zuckerperlen von 3 - 5 mm durchm.,die zum Verzieren von
Gebäck,vor allem von Weihnachtsplätzchen verwendet werden.
MANDELN
Sie werden ungeschält oder geschält angeboten, im ganzen, gehackt,
gestiftet oder gehobelt und jeweils noch geröstet und ungeröstet.
Wenn Sie Mandeln selbst
abziehen möchten, so überbrühen Sie sie mit heißem
Wasser, lassen sie darin
etwas weichen und drücken die Kerne dann einfach aus der braunen
Haut.
Mandeln werden am besten mit dem Messer kleingehackt oder in der Mandelmühle
gemahlen. Gehackte oder gehobelte Mandeln entfalten leicht geröstet
ein ganz besonderes Aroma.
MARGARINE
Sie läßt sich für alle Backrezepte anstatt Butter verwenden.
MARZIPAN-ROHMASSE
Marzipan wird als Rohmasse in Blöcken ab 125 g angeboten. Marzipan
- Rohmasse findet als Teigzusatz, als Grundstoff für Makronenmasse,
für Füllungen und Garnierungen Verwendung. Marzipan - Rohmasse
zu gleichen Teilen mit gesiebten Puderzucker verknetet ergibt ein modellierfähiges
Marzipan, aus den Figürchen,
Konfekt und Verzierungen hergestellt werden können.
MEHL
Für den Verbraucher ist praktisch nur noch die Mehltype 405 unter
verschiedenen Markenbezeichnungen im Handel und für alle Backrezepte
verwendbar.
Dunkles Weizenmehl vom Typ 812 und 1050 sowie Roggenmehl vom Typ 997 und
1150 erhalten Sie kaum im Lebensmittelgeschäft, sondern beim Bäcker
oder Reformhaus. Auch Vollkornmehle oder grob ausgemahlenes Mehl (Schrot)
für spezielles Gebäck und für Brot erhalten Sie im Reformhaus.
MOHN
Samen der Mohnpflanze, die vorwiegend gemahlen als Füllung oder als
Teigzusatz verwendet werden. Mohnkörner können Sie selbst im
Mixer zerkleinern, aber auch bereits gemahlen kaufen.
Gemahlener Mohn wird jedoch rasch ranzig und sollte nicht zu lange lagern.
Ganzer Mohnsamen wird zum Bestreuen von herzhaften Gebäck, von Brot
und
Brötchen verwendet.
MOKKABOHNEN
Schokolade mit Mokkageschmack in Form von Kaffeebohnen, die zum Verzieren
von Torten verwendet werden.
NATRON
Pulverförmiges Trieb- und Lockerungsmittel für schwere Teigarten.
Natron in der jeweiligen Rezept angegebenen Menge stets unter den fertigen
Teig kurz vor dem Backen mischen.
NOUGATMASSE
Die Masse besteht aus gerösteten und feingemahlenen Haselnüssen
oder Mandeln mit Zucker und Kakaobestandteilen und wird meist geschmolzen
als Teigzusatz und
für Füllungen verwendet sowie zum Zusammensetzten von Plätzchen.
NONPAREILLE
Siehe Liebesperlen
OBLATEN
Siehe Backoblaten
ORANGEAT
Die kandierte Schale der Pomeranze oder der Orange wird kleingewiegt für
Rührkuchen, Hefeteig und für Honigkuchen verwendet. Orangeat
wird in großen Stücken oder in Würfeln angeboten. Größere
Stücke von Orangeat können beliebig geschnitten und zum Garnieren
verwendet werden. Gewürfeltes Orangeat muß für
die Teigzusätze meist noch kleingewiegt werden.
ORANGEN
Wird in Orangenschale frisch abgerieben als Aroma für ein Gebäck
gebraucht, so müssen unbehandelte Orangen verwendet werden und diese
vor dem Abreiben der Schale heiß gewaschen und abgetrocknet werden.
PEKANNÜSSE
In der Holzschale sehen Pekannüsse wie große Haselnüsse
aus, geschält ähneln
sie im Aussehen aber der Walnuß. Pekannüsse sind für alle
Arten von Nußgebäck, gemahlen im Teig oder ganz zum Belegen
geeignet.
PIMENT - NELKENPFEFFER, GEWÜRZKÖRNER, ALLGEWÜRZ
Gewürz aus den getrockneten Beeren des Nelkenpfefferbaumes. Piment
wird in der Bäckerei nur gemahlen für Gewürzkuchen, Honig
-,Pfeffer - oder Lebkuchen verwendet.
PINIENKERNE
Nußartige Samenkerne der Pinie, die anstelle von Mandeln gemahlen
als Teigzusatz und ganz zum Belegen für Gebäck verwendet werden.
PISTAZIEN
Die Frucht des Pistazienbaumes.
Pistazien werden zum Backen immer ohne Schale verwendet. Als Teigzusatz
werden Pistazien feingehackt, zum Garnieren verwendet man die hellgrünen
Kerne grobgehackt oder halbiert.
POTTASCHE
Kaliumcarbonat, wird als Triebmittel vor allem für Honigkuchenteig
verwendet.
PRESSHEFE - BACKHEFE
Die handelsübliche Form der in Würfel gepreßten Hefe.
ROSENWASSER
Kondensat, das beim Gewinnen von Rosenöl anfällt. Es wird in
der Bäckerei zum Aromatisieren vor allem von Weihnachtsgebäck
geschätzt und für das Herstellen
von Marzipan gebraucht.
ROSINEN - SULTANINEN, SULTANAS
Luftgetrocknete, helle und dunkle Weintrauben aus verschiedenen Anbaugebieten
in Griechenland, der Türkei, Kalifornien und Australien. Rosinen
müssen vor dem Verwenden heiß gewaschen und getrocknet werden;
um zu verhindern, daß Rosinen während des Backens in einem
leichten Rührteig nach unten sinken, wendet man
sie vor dem Unterheben unter den Teig leicht in Mehl.
SAFRAN
Gewürz aus den Blütenstempeln einer Krokusart. Der leicht bittere
schmeckende Safran wird vor allem wegen seines gelben Farbstoffes verwendet,
in der Bäckerei überall dort, wo eine intensiv gelbe Tönung
erwüscht ist.
SAHNE
Beim Backen wird sie vor allem für Schlagsahne oder als Zusatz für
Teige und
Cremes verwendet. Sahne muß grundsätzlich kühl gelagert
werden. Die Schlagsahne
sollte vor allem im Sommer in einen stark gekühlten Gefäß
geschlagen werden. Den
Zucker für gesüßte Schlagsahne immer zu Beginn des Schlagvorganges
zugeben.
Beim Steifschlagen mit dem Handrührgeräts zu Beginn mit der
mittleren Schaltstufe
arbeiten. Sobald die Sahne beginnt fest zu werden, das Gerät auf
niedrigste
Tourenzahl schalten.
SAHNESTEIFMITTEL
Ein Pulver aus besonderen Stärkeprodukten, das die Sahne für
länger als normal gut steif hält und vor allem verhindert, daß
sich Flüssigkeit absetzt. Sahnesteifmittel stets nach Vorschrift
auf dem Päckchen verwenden.
Sahnesteifmittel ist eine gute Hilfe, wenn Schlagsahne oder ein Kuchen
mit Sahnefüllung längere Zeit vor dem Servieren zubereitet werden
muß.
SAUERTEIG
Gesäuerter, gärender Teig, der vor allem als Trieb - und Lockerungsmittel
für Teige
aus Roggenmehl verwendet wird, aber auch Geschmackskomponente ist.
Sauerteig kann beim Bäcker in kleinen Mengen gekauft werden.
SCHOKOLADENSTREUSEL
Schokolade in Streuselform zum Verzieren von Gebäck, aber auch manchmal
als Teigzusatz gebraucht. Schokoladenstreusel werden in Beuteln zu 100
g angeboten.
SESAMEN
Kleine, flache Samenkörner der Sesampflanze. Sie enthalten hochwertige
Öle und werden geschrotet als Teigzusatz, unzerkleinert als Belag
oder zum Bestreuen von Gebäck und Brot verwendet.
SULTANINEN
Siehe Rosinen
SUKKADE
Eine andere Bezeichnung für Zitronat
SPEISESTÄRKE
Sie wird - meist mit Mehl gemischt - für Teige verwendet, aber auch
zum Binden von Cremes.
Wird Speisestärke zum Binden verwendet, rührt man sie stets
in wenig kaltem
Wasser oder kalter Milch an, ehe sie in die heiße Flüssigkeit
gerührt wird und unter
Rühren einige Male aufkochen soll. Speisestärke ist unter den
verschiedensten Markennamen je nach Ausgangsprodukt im Handel.
TORTENGUß
Ein Geleepulver, im Päckchen zu kaufen, das mit Wasser, Obstsaft
oder Wein nach Vorschrift zubereitet wird. Man gießt es meist noch
flüssig über den Obstbelag von Kuchen und Torten, wo es dann
zu Gelee erstarrt. Tortenguß wird farblos (klar), rot
und gelb angeboten.
VANILLE
Von der exotischen Vanilleschote wird das Innere, nämlich das Vanillemark
verwendet. Die lederartigen dunklen Schoten werden immer längs aufgeschnitten
und dann beispielweise in Milch gekocht. So können sie ihr volles
Aroma abgeben. Wird Vanille ungekocht verwendet, so schneidet man die
Vanilleschote längs auf, kratzt das Vanillemark mit einem spitzen
Messer heraus und mischt es unter den Teig oder die Creme. Im Teig hinterläßt
Vanille zwar feine schwarze Pünktchen, doch schmeckt sie hervorragend.
Auch echten Vanillezucker erkennen Sie an den feinen schwarzen Pünktchen.
VANILLEZUCKER
Zucker mit einem Zusatz von mindestens 5 % zerkleinerter Vanilleschote,
die als dunkle Pünktchen sichtbar sind.
VANILLINZUCKER
Zucker mit Vanillin, einem künstlichen Vanille -Trockenaroma angereichert.
Vanillinzucker ist im Päckchen im Handel und der am meisten verwendeten
Vanille-Aromastoff.
VEILCHEN, kandierte
Siehe kandierte Früchte
WALNÜSSE
Walnüsse werden gemahlen als Teigzusatz und halbiert als Belag verwendet.
WEINBEEREN
Siehe Rosinen
ZIMT
Gewürz aus der getrockneten Rinde vom caylonesischen Zimtbaum.
Gemahlener Zimt ist hellbraun und riecht aromatisch im Gegensatz zu Kassia,
einer Zimtsorte minderer Qualität von dunklerer Färbung und
schärferem
Geschmack, Kassia wird bei und ebenfalls als Zimt verkauft.
Zimt wird in der Bäckerei fast ebenso häufig verwendet wie Vanille.
Gemahlener Zimt sollte stets in gut verschlossenen Gefäßen
aufbewahrt werden,
da er sein Aroma leicht verliert. Zimtstangen spielen beim Backen keine
große Rolle; sie werden höchstens für Füllungen in
Milch mitgegart und dann entfernt.
ZITRONAT-SUKKADE
Kandierte Fruchtschale der besonderen Zitronat-Zitrone vom Zehdrahtbaum.
ZITRONEN
Wird die Zitronenschale frisch abgerieben als Aroma für ein Gebäck
gebraucht, so dürfen nur unbehandelte Zitronen verwendet werden.
Vor dem Abreiben die Schale heiß abwaschen und abtrocknen.
ZUCKER
Im allgemeinen wird zur Bäckerei Zuckerraffinade verwendet. Für
besondere Gebäckarten, beispielsweise Honigkuchen, nimmt man Farinzucker.
Zum Besieben, aber auch für besondere Rezepte. wird Puderzucker bevorzugt.
ZUCKERSTREUSEL
Bunter Zucker in Streuselform zum Verzieren von Gebäck.
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